Social Media Plattform "Engagiert in Deutschland"

Dr. Brigitte Reiser schreibt auf Techkoop einen schönen Artikel zum Thema Social Media für die Zivilgesellschaft - das neue Portal “Engagiert in Deutschland”
Der Anspruch der neuen Plattform „Engagiert in Deutschland“ ist hoch: sie will zu einem „Drehkreuz der Zivilgesellschaft“ werden, zu einer „Engagement-Zentrale“, die sämtliche Möglichkeiten des Freiwilligen Engagements, die deutschlandweit von Bürgern, gemeinnützigen Organisationen, Staat und Wirtschaft angeboten werden, präsentiert. Gesammelt werden sollen die Daten für Engagementmöglichkeiten auf örtlicher Ebene über kommunale „Engagement-Plattformen“, die in das Internet-Angebot von 2000 Kommunen integriert werden. In diese lokalen Plattformen sollen die örtlichen Vereine und Einrichtungen ihre Angebote für Freiwillige eintragen. Die vor Ort gesammelten Daten werden schließlich in der Plattform „Engagiert in Deutschland“ vereint. Der Erfolg des Bundesportals hängt somit von der Bereitschaft der örtlichen Akteure ab, Daten für die jeweilige lokale Plattform zur Verfügung zu stellen und zu pflegen.

Wahlkampf hält Einzug auf StudiVZ

Auch interessant: Gerade erst ging in Berlin das erste Politcamp mit über 500 TeilnehmerInnen zu Ende, dass mit dem Anspruch Politik und Netzkultur zusammenzubringen angetreten war. Da erleben wir ein ganz anderes Beispiel dafür wie das mit der Politik im Netz auch laufen kann: Die deutsche Facebook-Kopie "studiVZ" hat vor kurzem beschlossen nicht nur realen oder fiktiven Personen eine Heimat sein zu wollen sondern darüberhinaus auch "Werbepartnern" und Parteien. Dabei war man allerdings etwas wählerisch und wollte nicht gleich alle Parteien zulassen. Konkret hat studiVZ anscheinend am 1. Mai kurzerhand das Benutzerkonto der Piratenpartei gelöscht. Dazu aus dem Forum der Piratenpartei: Wahlkampf hält Einzug auf StudiVZ
Gibts denn inzwischen schon eine Stellungnahme? Nachdem ich vor den beschwichtigenden Worten von Markus Stiller doch einige wenige JuSos-etc.-Profile "gemeldet" hatte (jaja, ich weiß, kontraproduktiv, pipapo, mea culpa), habe ich heute eine Antwort vom StudiVZ-Support Team darauf gekriegt, die ich euch nicht vorenthalten möchte: "vielen Dank für deine Meldung! Hier gibt es eine Ausnahme in unserem Verhaltenskodex: Zusätzlich zu den Profilen authentischer Personen bieten wir auf unseren Plattformen sogenannte Edelprofile für Werbepartner und zum Wahljahr 2009 Politische Profile für Parteien und deren Kandidaten an, die mit den Grundwerten unserer Verfassung vereinbar und nicht extremistisch sind." Was jetzt, gibts auch "private" Profile für Kandidaten? Ich hab ja sicher kein Edel-Profil gemeldet. Heißt das im Umkehrschluss, dass StudiVZ die Piratenpartei als nicht mit unserer Verfassung vereinbar sieht? Oder doch einfach nur willkürlich handelt? Update: StudiVZ hat den Verhaltenskodex angepasst
Hier die offizielle Stellungnahme der Piratenpartei Deutschland: Piratenpartei kritisiert einseitigen Wahlkampf auf StudiVZ
Die Piratenpartei kritisiert die einseitige Information der Nutzer auf StudiVZ und MeinVZ durch spezielle Wahlkampfprofile der etablierten Parteien und die Löschung des Profils der Piratenpartei. Die Piratenpartei fordert den Stopp dieser einseitigen Information und eine demokratische Gestaltung der Plattform mit der Möglichkeit, dass alle in Deutschland anerkannten Parteien sich ausgewogen präsentieren können.
Heise schreibt dazu: StudiVZ löscht Profil der Piratenpartei
Zum Start der Parteiprofile hatte StudiVZ-CEO Markus Berger-de León erklärt, man werde bewusst rechtsextremen Parteien keine Plattform bieten. In diese Ecke fällt die Piratenpartei wohl eher nicht. Und ganz streng scheint StudiVZ die Begrenzung auf natürliche Personen nicht zu nehmen: Die Junge Union Baden-Württemberg, die CDU-Studentenorganisationen RCDS Bochum und RCDS Oldenburg sowie diverse Juso-Gruppen sind schon länger mit eigenen Profilen auf StudiVZ präsent. Die Pressesprecher der Piratenpartei feilen derzeit noch an einer öffentlichen Stellungnahme zum Thema.
Auf TorrentFreak kann man dazu lesen: Pirate Party Banned from Social Networking Site

Wie NGOs kommunizieren, koordinieren und mobilisieren

Christiane Schulzki-Haddouti schreibt auf Techkoop Wie NGOs kommunizieren, koordinieren und mobilisieren
Im Jahr 2001 organisierten sich innerhalb nur von 75 Minuten über 20.000 Menschen in Manila, um auf einem Boulevard gegen den damals amtierenden philippinischen Präsidenten Estrada zu protestieren. Dabei koordinierten sie sich mit Hilfe von SMS. Für den kalifornischen Internetforscher Howard Rheingold ein Paradebeispiel für so genannte Smart Mobs, die sich mit Hilfe digitaler kooperativer Technologien in kürzester Zeit online wie offline koordinieren können. Einige Jahre später befasste sich Rheingold in einer Studie mit den so genannten Technologien der Kooperation („Technologies of Cooperation“ - PDF). Darunter verstand er eine große Bandbreite digitaler Systeme und Werkzeuge, die Menschen so unterstützen, dass sie besser kommunizieren und arbeiten können. In der Studie “Kooperative Technologien für Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” habe ich gemeinsam mit Lorenz Lorenz-Meyer mögliche Anwendungsbereiche dieser kooperativen Technologien untersucht. Unter anderem haben wir überlegt, wie ein sinnvoller Toolmix bei mittelgroßen Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) aussehen könnte. Was darf man sich unter diesen Tools vorstellen? Wir zählen dazu alle Kommunikationswerkzeuge - angefangen beim klassischen Telefon und der inzwischen weit verbreiteten E-Mail, über SMS, Chat, Instant Messaging bis hin zu Microblogging-Werkzeugen wie Twitter. Wesentlich sind außerdem Dienste, die das Planen und Managen unterstützen, wie etwa gemeinsame Kalender und To-Do-Listen. Sharing-Tools, die wie etwa Sharing-Plattformen das den Austausch von Informationen oder wie Geodaten-Mashups über mobile Dienste eine räumliche Awareness und Koorientierung ermöglichen, stellen eine weitere große Werkzeuggruppe dar. Ein weiterer Bereich betrifft die Inhalteproduktion und –bereitstellung. Dazu zählen vor allem webbasierte Tools wie Blogs und Wikis. Schließlich gibt es Soziale Netzwerke und andere Werkzeuge, die Menschen ein Identitäts-, Reputations- und Beziehungsmanagement ermöglichen. Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen all diese Werkzeuge für sich nutzen? Um dies beantworten zu können, hilft es sich die zentralen Aufgaben von zivilgesellschaftlichen Stakeholdern vor Augen zu führen:  Sie müssen Ideen entwickeln und Ideen verbreiten. Sie müssen für ihre Ideen eine Öffentlichkeit aufbauen – und möglicherweise Betroffene mobilisieren. Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählen hier die zwei zentralen Ressourcen Geld und Zeit sowie die Fähigkeit, Teilhabe bzw. Partizipation zu organisieren.

Zur Zukunft der Medien: 10 Beobachtungen & 10 Thesen

Wunderbar! Zukunft Medien: 10 Beobachtungen & 10 Thesen von Christiane Schulzki-Haddouti. Ein absolutes Muss für alle die sich für die "Medien im Wandel" Debatte interessieren: Zukunft Medien: 10 Beobachtungen & 10 Thesen
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Autor einer Tageszeitung die sich rasant entwickelnde Medienlandschaft beklagt. Dabei wäre es wichtig, die sich verändernden infrastrukturellen Bedingungen der Medienlandschaft möglichst genau zu benennen. Denn nur das kann die Voraussetzung dafür sein, zukunftsfähige Medienprodukte zu entwickeln. Aus zehn Beobachtungen ergeben sich zehn Thesen zur Zukunft der Medien.

10 Beobachtungen

  • 1. Niedrige Barrieren der Inhalteproduktion und -rezeption
  • 2. Medienkompetenz als Voraussetzung für erfolgreiche Teilhabe
  • 3. Erosion des Gatekeeping
  • 4. Zunehmende Fragmentierung von Öffentlichkeit
  • 5. Neue Chancen mit Lückenbesetzen und Vernetzen
  • 6. Die (Wieder-) Entdeckung authentischer Inhalte
  • 7. Die Erweiterung journalistischer Produktionszyklen
  • 8. Die Werbung als wackeliges Rückgrat der professionellen Inhalteproduktion
  • 9. Der Klick verliert, der Besucher gewinnt
  • 10. Nutzung der Marke für verwandte Wertschöpfungsketten

10 Thesen - Hauptthese: "The network is the medium"

Alles unterliegt den Regeln der sozialen Organisation. Je besser man diese versteht, desto besser versteht man auch die Regeln, die in Netzwerken gelten. Die Thesen im einzelnen.

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Medienwandel: Neue Fragen / alte Antworten

Ich bin das Thema zwar etwas leid, aber da es sich ja immer wieder großer Beliebtheit erfüllt möchte ich euch hier auf den hervorragenden Beitrag von Christiane Schulzki-Haddouti zum Thema "Medienwandel: Blogging vs. Qualitätsjournalismus" hinweisen. Über die Interview-Serie der Süddeutschen Zeitung zur „Zukunft der Medien" schreibt sie: Mit Bloggern auf Augenhöhe
Die Interview-Serie der Süddeutschen Zeitung zur „Zukunft der Medien“ fiel kürzlich auf mit kampagnenhaften Titelparolen wie „Google News ist unser Feind“, „Wir werden von Blogs und Gelaber überflutet“, „Der Blogger-Schreck“ oder „Blogger gehen nach dem Copy-and-Paste-Prinzip vor“. Dabei zeichnete sich die Serie durch profunde Interviewpartner, eine breite Perspektive, kluge Interviewer und intelligente Antworten aus. Die Titel drücken daher vor allem redaktionelle Skepsis gegenüber der Bloggerwelt aus, verraten jedoch wenig von der Komplexität der sich sehr dynamisch entwickelnden Blogosphäre. Dabei könnten Journalisten von Bloggern gleich in mehrfacher Hinsicht lernen.
„Diskursivität ist ein Merkmal für guten neuen Journalismus“, sagt Lorenz Lorenz-Meyer, Leiter des Studiengangs „Online-Journalismus“ an der Hochschule Darmstadt. Journalisten entscheiden, welche Debatten öffentlich geführt werden sollen, indem sie Argumente recherchieren und darlegen. Dafür prüfen sie Fakten und recherchieren den Hintergrund von Personen und Organisationen – so gut wie möglich. Das Einhalten bestimmter Verhaltenskodizes gegenüber allen Beteiligten gehört dabei zu den Spielregeln. Das anzustrebende Ergebnis ist eine glaubwürdige, möglichst authentische Berichterstattung. Erfolgreiche Blogs wie die von Don Alphonso oder Stephan Niggemeier zeichnen sich dadurch aus, dass die Autoren klare Standpunkte einnehmen, Meinung zeigen und Diskussionen anstoßen – und auch das Hinterfragen der eigenen Beiträge zulassen. Die Diskursivität ist somit eine herausragende Eigenschaft dieser Blogs. Sie wird von entsprechenden Benchmarks aufgegriffen, in dem diese den Vernetzungsgrad abbilden. So bezieht sich etwa die so genannte Technorati-Authority darauf, wie oft Blogs ein anderes Blog verlinken. Weitere Dienste berücksichtigen, wie oft Blog-Beiträge kommentiert werden oder wie oft Leser die Beiträge in Social-Bookmark-Diensten wie Del.icio.us speichern. Verlinkungen und Kommentierungen werden als Ausdruck von Diskursen gewertet.
Leider war ja die Debatte zum Thema "Die Medienwelt im Wandel" auf der re:publica außerordentlich schwach. Ich vermute, dass eigentlich niemand so richtig Lust auf das alte Streitthema hatte. Immer wieder lesenswert in diesem Zusammenhang der Artikel von Burkhard Schröder, den er anlässlich der Veranstaltung "Journalismus für Weblogs" das Deutschen Jounalistenverbandes am 09. Jan. 2008 schrieb: Die heilige Einfalt der Holzmedien.
Eine Diskussion zwischen Journalisten und Bloggern offenbart die noch immer existierenden Gräben. In Berlin www.2027.0.html" class="link">diskutierten Am letzten Donnerstag Journalisten mit Bloggern. Man redete mit vereinten Kräften aneinander und am Thema vorbei. Die vom Deutschen Journalisten-Verband organisierte Veranstaltung bewies, dass das Internet in den Köpfen der Holzmedien-Vertreter noch nicht angekommen ist. Und viele Blogger wissen nur begrenzt, was Journalismus bedeuten könnte, wie die "Nachbereitung" der Diskussion zeigt.

Peter Glaser über Internet und Ethik

Peter Glaser über Internet und Ethik: In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben? Mit der Fragestellung unternimmt Peter Glaser einen philosophischen Ausflug zu den dringenden Fragen der "Informationsgesellschaft". Ein wirklich großartiger, kluger und witziger Vortrag! Auf seinem Blog "Glaserei" veröffentlicht er den kompletten Text seines Vortrags:

nehmen wir uns die Zeit, darüber zu sprechen.

Nachrichten aus einer Welt nach der Krise: DIE ZEIT hat sich verändert

Am 21. März haben in rund 100 Städten Attac- und weitere Aktive konzertiert eine ganz besondere Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT unter die Leute gebracht. Die Ausgabe ist datiert auf den 1. Mai 2010 und enthält Nachrichten aus einer Welt nach der Krise - über Krisenfolgen, die wir uns wünschen! Allein 150.000 Exemplare werden an dem Wochenende auf Plätzen, in Straßen, Kneipen und sonstigen öffentlichen Orten verteilt oder ausgelegt. Dank einer Kooperation mit der Tageszeitung taz wird das Plagiat außerdem deren Montagsausgabe vom 23. März beiliegen - rechtzeitig also vor den großen Demos in Frankfurt und Berlin: "Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft!" Editorial DIE ZEIT hat sich verändert von Matthias Trocken | Hamburg
Sie werden sich wundern, dass in dieser Ausgabe der ZEIT manches anders ist als sonst. Nicht nur die großen Veränderungen in der Welt haben uns dazu bewogen, sondern auch Veränderungen in unserer Redaktion und unserem Selbstverständnis.
Zeit-Plagiat auch online! Wer kein Exemplar der Sonderausgabe ergattern konnte, muss nicht traurig sein: Alle gedruckten Artikel - und sogar noch ein paar mehr - sowie Videos etc. sind auch in der Online-Ausgabe zu finden: www.die-zeit.net Mit einer Auflage von 150.000 Stk. wurde DIE ZEIT kostenlos verteilt. Die komplette Ausgabe gibt es als PDF zum Download oder weiter unten als einzelne Seiten zum herunterladen. Komplette Ausgabe - als PDF

Linke Medien in Zeiten der Krise

Ausschnitte der Veranstaltung "Das Comeback der Überzeugungen. Starker Staat, schwache Banken, politische Presse. Haben die linken Medien im Krisenjahr 2009 wieder Konjunktur?", am 19. Februar 2009 im Berliner taz-Café Podium: Bascha Mika, Chefredakteurin taz Wolfgang Storz, Autor ehemals Chefredakteur FR Jürgen Reents, Chefredakteur Neues Deutschland Philip Grassmann Chefredakteur Freitag Anne Roth (Bloggerin) Moderation: Petra Wetzel, Redakteurin ver.di PUBLIK

Internetkultur, Meinungsfreiheit und Zensur in China

In dem Artikel From Red Guards to Cyber-vigilantism to where next? über Internetkultur, Meinungsfreiheit und Zensur in China stellt Oiwan Lam einige sehr interessante Fragen: In welcher Weise kann ein demokratischer Umgang mit Öffentlichkeit und Medien der chinesischen Zivilgesellschaft die politische und soziale Entwicklung in China beeinflussen? Sie diagnostiziert eine Verunsicherung der Eliten im Umgang mit der Demokratisierung der Gesellschaft und speziell im Hinblick auf Pluralität, Meinungsfreiheit im Internet.

When I watch China's human flesh search engines in action I often think of the Cultural Revolution and the Red Guards. Unlike the Red Guards they're not really being manipulated by one charismatic leader (yet); they're just acting on their own. Like the Red Guards, the intent of today's cyber-vigilantes is idealistic; they believe in their absolute moral righteousness. Sometimes they expose corrupt and venal officials who deserve to go to jail. Other times they conduct moral witch hunts against people whose behavior may not be very admirable but what crime did they commit exactly and who is to be the judge? It is very exciting that the Internet is making it increasingly difficult for Chinese government officials to behave irresponsibly, abuse taxpayer funds, or commit crimes without being exposed. The question is, where is this all headed?

Will the Chinese people rise above cyber-vigilantism and use the Internet to build a just and fair society governed by accountable leaders?

Den ganzen Artikel weiterlesen: From Red Guards to Cyber-vigilantism to where next?

Interwas? Socialwie? Das Internet & Social Networks werden chinesisch

Wir hier im westlichen, englischsprachigen Bereich des Internet sind unwissend und ignorant. Wenn wir an China und Internet denken, dann meist im Zusammenhang mit Spionage, Cybercrime und Raubkopien oder mit Themen wie Zensur und Einschränkungen von Meinungs- und Informationsfreiheit der chinesischen Bevölkerung seitens ihrer Regierung. Das sind natürlich wichtige Themen. Völlig vergessen scheinen westliche Beobachter dabei allerdings die weitaus bedeutsamere Entwicklung: Das Internet wird asiatisch, je es wird chinesisch! Die westliche Internetbevölkerung denkt wie selbstverständlich die Sprache des Internet sei Englisch. Was wir vom Internet wahrnehmen ist eben nur jener kleine beschränkte Teil: Weiss, westlich, englischsprachig (ok es darf auch mal dänisch, spanisch oder französisch sein, aber jedenfalls mit lateinischem Alphabet). Die Wirklichkeit sieht anders aus: Zwischen 170 und 200 Millionen Chinesen benutzen das größte chinesische social Network namens QZone. Wie die BBC in dem Artikel "Surge in Chinese internet users" berichtet waren 2008 laut dem China Internet Network Information Centre insgesamt rund 290 Millionen Chinesen online. Und das bei einem Wachstum von 41.9% gegenüber dem Vorjahr. Das Internet ist chinesisch, spricht chinesisch und wird immer mehr chinesische Inhalte haben. Ein Ignorant wer das nicht wahrnimmt. Dazu: Auch ganz eindrucksvoll wenn man die Internetbevölkerung nach Regionen betrachtet: Worldwide Internet Audience laut einem Artikel bei TechCrunch
  • Asia Pacific: 416 million (41.3%)
  • Europe: 283 million (28.0%)
  • North America: 185 million (18.4%)
  • Latin America: 75 million (7.4%)
  • Middle East & Africa: 49 million (4.8%)
Weitere Seiten zu Menschenrechten und Internetzensur in China: