Social Networks: A world of connections

Die Ausgabe vom 30. Januar des “The Economist” widmet sich in einem Spezialreport dem Phänomen “social networking”. Der Bericht kann man hier herunterladen (pdf).

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Madrid Deklaration: Globale Datenschutz Standards für eine globale Welt

Erklärung der Zivilgesellschaft
Madrid, Spanien
3.November 2009

• Bekräftigend, dass Privatsphäre als grundlegendes Menschenrecht in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der internationalen Übereinkunft über bürgerliche und politische Rechte, durch andere Menschenrechts-Instrumente und in nationalen Verfassungen festgelegt wurde;

• die EU-Mitgliedsstaaten gemahnend an ihre Verpflichtung zur Umsetzung der Datenschutz-Richtlinie 1995 sowie der Richtlinie zur elektronischen Kommunikation 2002;
• die übrigen OECD Mitgliedsstaaten gemahnend an ihre Verpflichtung, die in der OECD Datenschutz-Richtlinie von 1980 festgeschriebenen Prinzipien zu wahren;

• alle Nationen an ihre Verpflichtung erinnernd, die Bürgerrechte ihrer Bürger und Einwohner entsprechend ihrer nationalen Verfassung und Gesetzgebung, sowie nach internationalen Menschenrechtsvereinbarungen zu gewährleisten;

• in Erwartung des Inkrafttretens von Bestimmungen, die die verfassungsmäßigen Rechte zur Privatsphäre und zum Datenschutz in der Europäischen Union stärken;

• hochgradig besorgt über die dramatische Ausweitung verdeckter und unverantwortlicher Überwachungsmaßnahmen wie auch der wachsenden Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Anbietern von Überwachungstechnologien, die neue Formen sozialer Kontrolle schafft;

• im Bewusstsein, dass neue Strategien zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen und rechtswidrigen Inhalten eine substantielle Gefährdung für das Fernmeldegeheimnis, die Freiheit von Wissenschaft und Lehre und ordnungsgemäße Gerichtsverfahren darstellen;

• im Bewusstsein, dass die Konzentration Internet-basierter Dienste zunimmt und einige Unternehmen ungeheure Mengen persönlicher Daten zusammentragen, die keiner unabhängigen Kontrolle unterliegen;

• davor warnend, dass es Datenschutzrecht wie auch Datenschutz-Institutionen nicht gelungen ist, neue Überwachungstechniken angemessen zu bewerten, einschließlich Verhaltenserkennungssysteme, DNS und andere biometrische Identifikatoren, die Zusammenführung von staatlichen und privaten Datenbeständen sowie die besonderen Risiken für gefährdete Gruppen wie Kinder, Migranten und Minderheiten.

• davor warnend, dass der gescheiterte Schutz der Privatsphäre damit in Zusammenhang stehende Freiheiten ebenfalls gefährdet, einschließlich die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Informationsfreiheit, Antidiskriminierung und letztendlich der Stabilität konstitutioneller Demokratien ;nimmt die Zivilgesellschaft das 31. Jahrestreffen der Internationalen Konferenz der Datenschutzbeauftragten zum Anlass, um

(1) zu bekräftigen, dass sie globale Rahmenbedingungen für faire Informationspraktiken unterstützt, die Pflichten für diejenigen definiert, die personenbezogene Daten erheben und verarbeiten, und Rechte für diejenigen festlegt, deren personenbezogene Daten erhoben werden.

(2) zu bekräftigen, dass sie sich für unabhängige Datenschutzbehörden einsetzt, die im Kontext rechtlicher Rahmenbedingungen transparent und ohne kommerzielle Absichten oder politische Einflussnahmen Bewertungen abgibt.

(3) zu bekräftigen, dass sie echte Techniken zur Erhöhung der Privatsphäre unterstützt, die das Sammeln von personenbezogen zuordenbaren Informationen vermindern bzw. verhindern. Sie unterstützt aussagekräftige Datenschutzaudits, die an der Einhaltung von Datenschutzstandards gemessen werden.

(4) darauf zu drängen, dass diejenigen Nationen, die bisher die Konvention 108 des Europarates, gemeinschaftlich mit dem Zusatzprotokoll 2001, nicht ratifiziert haben, dies umgehend nachholen.

(5) darauf zu drängen, dass diejenigen Nationen, die bisher keine umfassenden Rahmenbedingungen für Datenschutz und unabhängige Datenschutzbehörden eingerichtet haben, dies umgehend nachzuholen.

(6) darauf zu drängen, dass diejenigen Nationen, die bereits rechtliche Rahmenbedingungen für den Datenschutz geschaffen haben, die effektive Umsetzung und Durchsetzung sicherstellen und sowohl auf regionaler wie auch internationaler Ebene zusammenarbeiten.

(7) darauf zu drängen, dass die Nationen sicherstellen, Betroffene im Falle des Datenmissbrauchs bzw. bei auftretenden Datenpannen unverzüglich zu informieren.

(8) zu empfehlen, eine umfassende Erforschung adäquater Anonymisierungstechniken zu betreiben und festzustellen, ob diese Methoden in der Praxis geeignet sind, Privatsphäre und Anonymität zu gewährleisten.

(9) die Aussetzung von Entwicklung und Einsatz neuer Massenüberwachungssysteme, deren vollständige und transparenten Evaluation durch unabhängige Behörden sowie eine demokratische Debatte darüber zu fordern. Dies umfasst insbesondere Gesichtserkennung, Ganzkörperaufnahmen, biometrische Merkmale und eingebettete RFID’s.
und

(10) die Einführung neuer internationaler Rahmenbedingungen zum Schutz der Privatsphäre unter voller Beteiligung der Zivilgesellschaft zu fordern, die auf rechtsstaatlichen Prinzipien beruhen, fundamentale Menschenrechte berücksichtigen und demokratische Strukturen unterstützen.

November 2009
Madrid, Spanien
Bitte senden Sie Ihre Unterschrift an: privacy (at) Datos-personales dot org

English: The Civil Society Madrid Privacy Declaration

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What the hack?

Was ist ein Hacker? Was unterscheidet gute Hacker von bösen Hackern? Diese und weitere Fragen rund um den Mythos “Hacker” sind derzeit in vielen bürgerlichen Medien zu finden. So berichtet Zeit Online gar, mit “Respekt: »Nature« meint: Hacker sind Forscher. Die guten jedenfalls“. Das freut mich. Und ReadWriteWeb fragt: Since When Is “Hacker” a Bad Word? Das frage ich mich auch – denn die Betrachtung, wie die ganze Debatte um den Konflikt “China vs. Google” bleibt doch sehr an der Oberfläche. Wichtige Grundlagentexte der Hacker-Kultur: How To Become A Hacker von Eric Steven Raymond, das Hacker Manifest und und natürlich die Hacker’s Ethics der Cyberpunks:

The idea of a “hacker ethic” is perhaps best formulated in Steven Levy’s 1984 book, Hackers: Heroes of the Computer Revolution. Levy came up with six tenets:

  1. Access to computers – and anything which might teach you omething about the way the world works – should be unlimited and total. Always yield to the Hands-On imperative!
  2. All information should be free.
  3. Mistrust authority – promote decentralization.
  4. Hackers should be judged by their hacking, not bogus criteria such as degress, age, race, or position.
  5. You can create art and beauty on a computer.
  6. Computers can change your life for the better.

Mark Fonseca Rendeiro reports on the 26C3 conference, which took place in Berlin, and showed the hacker movement is reaching the treshold of becoming a public social movement, with physical spaces in the whole world. Excerpt:

“Throughout the world, hackers have come out from their bunkers and opened up community spaces. They go by various names (co-working spaces, clubhouses, hideouts, space stations) and are a global-scale breakthrough for a community that for decades has not always been willing or able to go public. By opening up, they’ve not only gone public, but have also opened their doors to anyone curious or interested in the world of technology and how things work.

Videos zum Thema Hacker und Hackerkultur auf dem diesjährigen Chaos Communication Congress, 26C3:

  • A Hacker’s Utopia mp4
  • Weaponizing Cultural Viruses mp4
  • Der Hackerparagraph beim Bundesverfassungsgericht mp4

Ausserdem habe ich den “Opendata Hackday” mit einem Kurzvortrag vorgestellt.

Philip Banse hat für den Deutschlandradio Länderreport eine Art Liebeserklärung an Berlin in Form einer Story gemacht: Berlin – Welt-Hackerhauptstadt.

Hacker dringen in Computersysteme ein, zeigen Sicherheitslücken auf und verweisen auf technische Schwachstellen. Häufig sind sie Bastler und Enthusiasten, die Neues entdecken. Die Berliner Hacker-Szene ist vielfältig und genießt international hohes Ansehen. Hier ist die MP3.

 
icon for podpress  DLR: Berlin – Welt-Hackerhauptstadt [20:45m]: Play Now | Play in Popup | Download

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Tactical Tech: 10 key tactics in info-activism

Das Tactical Technology Collective ist eines der aktivsten internationalen Training Organisationen für civil und digital rights Aktivisten die moderne Informationstechnologien für ihre Arbeit nutzen wollen. Das Kollektiv hat nun einen Film produziert, der sich mit 10 Punkten der Taktik für “Info-Aktivismus” auseinandersetzt. Letzte Woche wurde der Dokumentarfilm “10 Tactics for Turning Information into Action”, produziert von Tactical Technology Collective auch im Newthinking Store in Berlin gezeigt. Im Newthinking Blog dazu:

10 Tactics untersucht wie Aktivisten und NGOs in verschiedenen Regionen der Welt Information und digitale Technologien nutzen um positive Veränderungen zu bewirken. In 35 Interviews erzählen Aktivisten aus insgesamt 24 Ländern über ihre Erfahrungen damit, Menschen für eine Kampagne zu mobilisieren, den Einsatz von Video und Story-Telling, über Möglichkeiten der Visualisierung von Informationen, Arbeit mit Netzwerken und partizipativen Ansätzen, Umgang mit komplexen Daten, oder die Verbreitung von Information bei eingeschränkter Meinungsfreiheit. Viele der Interviews wurden auf dem Information Activism Camp im Februar/März 2009 gedreht.

Die 10 Punkte sind:

  • Mobilise People
  • Witness and Record
  • Visualise Your Message
  • Amplify Personal Stories
  • Just Add Humour
  • Investigate and Expose
  • How to Use Complex Data
  • Use Collective Intelligence
  • Let People Ask the Questions
  • Manage Your Contacts

Weitere Infos auf der Seite zum Film: http://www.informationactivism.org

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Judith Donath about Signals, Truth, and Desig

Es ist mal wieder Zeit für eine Podcast Empfehlung: Radio Berkman 141: Signaling in the Wild, Signaling Online

When under threat from an approaching feline, gazelles will repeatedly leap up and down in the air – even when logically it seems they should run. It’s an example of a signal – used to communicate a concept to trigger a reaction. In this case, “I am strong and fast – if you chase me you’ll be wasting your time.”

What does this phenomenon of nature have to do with human communication online? We give off signals all the time – to deceive, to attract, to manipulate, to provoke reactions and establish impressions of who we are. We have gotten used to practices of signaling in person. But the web has completely changed how we signal.

Judith Donath, founder of MIT’s Sociable Media research group, is completing a book on signaling theory and online communications called Signals, Truth, and Design. Today she stops by Radio Berkman to chat about signaling and human behavior on the web.

 
icon for podpress  Radio Berkman 141: Signaling in the Wild, Signaling Online: Play Now | Play in Popup | Download

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Internetnutzer fordern Politik zu Befreiungsschlag für Datenschutz auf

Soweit sogut – die Pressemitteilung ist sicherlich gut gemeint, aber bei der Formulierung:

“Während ein freier Markt und der Wettbewerb zwischen Unternehmen und Verfahren für den Verbraucher arbeiten würden, werden jetzt anbieter- und plattformabhängige, unsichere und teure Verfahren erzwungen und festgeschrieben.”

schimmert doch eine etwas naive (neoliberale) Marktgläubigkeit durch. So ist “der freie Markt” eben kein Garant für Datenschutz und Bürgerrechte, sondern einzig ein starkes Grundgesetz das die Rechte der Bürgerinnen und Bürger stärkt und eine kritische Zivilgesellschaft, die aufpasst, dass diese weder vom Staat noch von den Geschäftsinteressen der Wirtschaft  verletzt werden.

Pressemitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung vom Montag, den 18.01.2010:

Am heutigen Montag diskutiert Bundesinnenminister de Maizière in Berlin erstmals auch mit Mitgliedern der Bürgerrechtsbewegung über Datenschutz und Datensicherheit im Internet [1]. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der neben Netzpolitik.org und dem Chaos Computer Club die Interessen der Internetnutzer auf der Veranstaltung vertritt, fordert von de Maizière in einem heute veröffentlichten Positionspapier[2] einen radikalen Wandel der Innenpolitik der letzten Jahre. Solange der Staat nicht im Rahmen eines “Freiheitspakets” staatliche Überwachung abbaut und Projekte wie Vorratsdatenspeicherung, Surfprotokollierung, De-Mail und den elektronischen, biometrischen Personalausweis stoppt, leistet er selbst Datenpannen Vorschub und kann von anderen nicht glaubwürdig mehr Anstrengungen im Bereich von Datenschutz und Datensicherheit verlangen.

Um Werbemüll, Datenklau, Dauerüberwachung, Datenpannen und Datenmissbrauch im Internet in den Griff zu bekommen, ist neben einer Erhöhung des gesetzlichen Schutzniveaus zuallererst eine bessere Durchsetzung der vorhandenen Gesetze erforderlich: Zur Unterbindung der massenhaften Datenschutzverletzungen sollte die Politik etwa Abmahnungen durch Wettbewerber zulassen, Klagen von Verbraucherzentralen und Datenschutzverbänden ermöglichen, Entschädigungen bei Datenpannen vorschreiben und datenschutzkonforme Voreinstellungen kommerzieller Software und Dienste verlangen, so die Stellungnahme[2] der Bürgerrechtler. Auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte “Stiftung Datentest” könnte Verbrauchern durch Testurteile wie “gut” oder “ungenügend” die Auswahl datenschutzfreundlicher Dienste und Angebote ermöglichen.

“Mit der Verpflichtung aller datenverarbeitenden Unternehmen, jährlich in einem ‘Datenbrief’ umfassend über die gespeicherten Daten zu informieren, würde Transparenz und die Grundlage zur Wahrnehmung unserer Rechte geschaffen”, ergänzt Florian Altherr vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. “Zudem muss Datenschutz künftig in Software bereits eingebaut sein. Dazu kann die Förderung von ‘Privacy Enhancing Technologies’ (PET) beitragen. Viele der aktuellen Gesetze und Vorhaben schaden dem Internet, seinen Nutzern und der Wirtschaft. ‘Gut gemeint ist nicht gut gemacht’ gilt insbesondere für die Einführung von De-Mail und Möglichkeiten der Identifizierung im Internet über den elektronischen Personalausweis. Während ein freier Markt und der Wettbewerb zwischen Unternehmen und Verfahren für den Verbraucher arbeiten würden, werden jetzt anbieter- und plattformabhängige, unsichere und teure Verfahren erzwungen und festgeschrieben. Diese gefährden nicht nur eine sichere und vertrauliche Kommunikation, sondern behindern auch die Verbreitung alternativer, datenschutzgerechter und sicherer Technologien.”

“Natürlich begrüßen wir, dass das Innenministerium den Stellenwert des Datenschutzes verbessern will und dafür den Dialog mit Verbänden und Bürgerrechtlern sucht,” sagt Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. “Dazu muss aber erwähnt werden, dass das Ministerium selbst beträchtlichen Nachholbedarf dabei hat, die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger angemessen zu behandeln. Wer einerseits Unternehmen und Internetnutzer zu Datenschutz und Datensparsamkeit auffordert, aber andererseits an Vorratsdatenspeicherung, heimlicher Online-Durchsuchung und anderen staatlichen Überwachungswerkzeugen festhält, strapaziert seine Glaubwürdigkeit. Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung hat die Politik eine gute Gelegenheit, hier mit gutem Beispiel voranzugehen und einen Kurswechsel zu vollziehen.”

Hintergrund:

Der Bundesinnenminister führt im ersten Halbjahr 2010 insgesamt vier Dialogveranstaltungen zu den “Perspektiven deutscher Netzpolitik” durch. Thema der ersten Veranstaltung am 18.01.2010 ist Datenschutz und Datensicherheit im Internet. An der dreistündigen Diskussionsveranstaltung werden teilnehmen: Dr. Thomas de Maizière (Bundesinnenminister), Dr. Hans Bernhard Beus (Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik), Peter Schaar (Bundesdatenschutzbeauftragter), Michael Hange (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), Günther Dorn (Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht), Prof. Rotert (eco Verband der Deutschen Internetwirtschaft e.V.), Gerd Billen (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.), Prof. Dr. Holznagel (Universität Münster), Markus Beckedahl (Netzpolitik.org), Roland Appel (Initiative D 21), Patrick Breyer (Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung), Dr. Bernhard Rohleder (Bitkom e.V.), Dr. Stefan Groß-Selbeck (XING AG), Andy Müller-Maguhn (Chaos Computer Club e.V.), Sascha Lobo (saschalobo.com), Dr. Christian Stöcker (Spiegel Online). Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen sollen sich über die Online-Plattform www.e-konsultation.de in den Dialog einbringen und dem Innenministerium Meinungen, Ideen und Anregungen
mitteilen können.

Fußnoten:

[1] Veranstaltung “Perspektiven deutscher Netzpolitik”

[2] Positionspapier “Datenschutz und Datensicherheit im Internet”

Diese Pressemitteilung im Internet:

http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/347/79/

Über uns:
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internet-Nutzern in über 50 Ortsgruppen, die sich für den Schutz unserer Freiheitsrechte in Zeiten ausufernder Überwachung einsetzen. Der Arbeitskreis hat die mit über 34.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Verfassungsbeschwerde der Bundesrepublik initiiert.
http://www.vorratsdatenspeicherung.de

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Gottes Werk und Googles Beitrag

Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet eine Podiumsdiskussion zum Leistungsschutzrecht. Hier die Ankündigung:

Gottes Werk und Googles Beitrag
Zeitungsverlage und die Herausforderungen der Link-Ökonomie

Die Medienwelt befindet sich durch die Folgewirkungen der Digitalisierung in einem epochalen Umbruch. Die Zeitungen, einstmals stolze Träger der “vierten Gewalt”, fürchten um ihr klassisches Geschäftsmodell einer anzeigen- und abofinanzierten Bündelung journalistischer Inhalte. Denn der Wegfall der Distributionskosten und die Verweisstrukturen im Internet haben machtvolle Konkurrenz erwachsen lassen. Aggregationstechnologien, soziale Netzwerke und Blogs bieten Leser_innen vielfältige Möglichkeiten, viel gezielter nach Themen zu suchen und Beiträge im Netz mit eigenen Kommentaren und Faktenchecks anzureichern. Die Zeitungsverlage müssen auf dieses veränderte Konsumverhalten reagieren, doch bislang hat sich kein funktionierendes Modell für bezahlten Online-Journalismus herausgebildet.

Im Gegenteil: Aktuelle Nachrichten sind heute in der Regel kostenlos über das Internet oder mobile Applikationen zu beziehen. Von den damit verbundenen Werbeerlösen profitiert vor allem ein Unternehmen wie Google, das mit 85 Prozent den Markt der Suchmaschinen dominiert. Nun möchten auch deutsche Zeitungsverlage an dessen Erlösquellen beteiligt werden. Die geistige Wertschöpfung von Urhebern und Werkmittlern müsse auch im digitalen Raum ihren Preis haben, fordert die Zeitungsbranche. Ein eigenes “Leistungsschutzrecht”, fest im schwarz-gelben Koalitionsvertrag verankert, soll ihnen dafür eine gesetzliche Grundlage geben. Wie begründen sich die Ansprüche der Verlage? Welchen Wert messen wir professionellem Journalismus heute zu?

Teilnehmer:

Moderation: Matthias Spielkamp von iRights.info

Anmeldung erwünscht bei Monika Steins, Fon: 030-28534-244, steins@boell.de

Livestream auf www.boell.de und www.carta.info
Twitter-Hashtag: #boell

Wann: Mittwoch, 20.1.10, 19 bis 22 Uhr
Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Großer Saal, 10117 Berlin, Schumannstr. 8, (Lageplan)

Matthias Spielkamp hat auf seinem Blog eine Link- und Materialsammlung zur Vorbereitung in das recht komplexe Thema zusammengestellt.

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EFF: 12 Trends to Watch in 2010

Die Electronic Frontier Foundation veröffentlicht eine Liste mit 12 netzpolitischen Trends die man im Jahr 2010 beobachten sollte: 12 Trends to Watch in 2010

  1. Attacks on Cryptography: New Avenues for Intercepting Communications
  2. Books and Newspapers: .TXT is the new .MP3
  3. Global Internet Censorship: The Battle for Legitimacy
  4. Hardware Hacking: Opening Closed Platforms and Devices
  5. Location Privacy: Tracking Beacons in Your Pocket
  6. Net Neutrality: The Rubber Hits The Road
  7. Online Video: Who Controls Your TV?
  8. Congress: Postponed Bad Legislation Returns
  9. Social Networking Privacy: Something’s Got To Give
  10. Three Strikes: Truth and Consequences
  11. Fair Use of Trademarks: Mockery At Risk
  12. Web Browser Privacy: It’s Not Just About Cookies Anymore

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AK Schwerpunkt zu sozialen Netzwerken und Web 2.0

Die Monatszeitschrift Alanlyse & Kritik vom 21.8.09 hat einen Schwerpunkt zu sozialen Netzwerken und Web 2.0.

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John Pilger: Global media consolidation, propaganda, war by journalism

Australian journalist, author, film maker John Pilger speaks about global media consolidation, war by journalism, US military’s quest for domination/hegemony in the post 9/11 era, false history in the guise of ‘objective’ journalism. Filmed in Chicago at Socialism 2007: Socialism for the 21st Century by Paul Hubbard. June 16, 2007 Broadcast on Democracy Now – The War and Peace Report – August 7, 2007

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