Lesetip: Internet Architecture and Innovation

http://www.netzpolitik.org/2010/buch-internet-architecture-and-innovation/

Barbara van Schewick hat in Berlin an der TU Rechtswissenschaften und Informatik studiert. Heute ist sie Professor of Electrical Engineering (by Courtesy) and Faculty Director, Center for Internet and Society. 

Nun ist ihr neues Buch erschienen: “Internet Architecture and Innovation”. Vor ein paar Jahren hat sie ihre Dissertation zum Thema “Architecture and Innovation: The Role of the End-to-End Arguments in the Original Internet” geschrieben. 

Marvin Ammori hat das Hauptargument des Buches zusammengefasst: Internet Policy: Most Important Book in Years is Now Out.

The relationship between innovation and the Internet’s architecture has been central to government policy debates around the world–as well as to the business plans of entrepreneurs and investors. While others have asserted and guessed that the Internet’s architecture fosters economic innovation, she puts these assertions on solid theoretical and empirical ground, incorporating insights from engineering, management science, behavioral economics, real options theory, network economics, evolutionary economics, and legal policy. […]

She ends with a discussion of policy, identifying the features of the Internet’s architecture that we must preserve to ensure robust innovation, and discussing the proper role of government policy in preserving architectural features necessary for innovation.

Hand out: Quick Guide to Consensus

fuckyeahradicalliterature:

Note: Digital and Printed Read

URL: http://zinelibrary.info/quick-guide-consensus-0

Description:

This is a quick guide to consensus that consensus-based groups can hand-out to newcomers and interested folks to help clarify how the consensus process works. From here the newcomers can learn by watching and participating.

“Der Kampfbegriff Geistiges Eigentum ist falsch"

Der elektrische Reporter hat wieder einen ganz hervorragenden Film gemacht. Diesmal geht es um das Thema Urheberrecht im digitalen Zeitalter und den Kampfbegriff "Geistiges Eigentum" Thomas Hoeren ist Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf, hat den Lehrstuhl für Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universtät Münster inne und ist außerdem Mitglied in etlichen internationalen Gremien und Fachausschüssen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört das Urheberrecht in einer sich wandelnden Gesellschaft.

Elektrischer Reporter – Thomas Hoeren: “Der Kampfbegriff Geistiges Eigentum ist falsch.”

Dieses Interview im Kontext: Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat? Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?

CCC Stellungnahme zur Vorratsdatenspeicherung

Der Chaos Computer Club hat am 6. Juli eine Stellungnahme des CCC zur Vorratsdatenspeicherung veröffentlicht, vor allem das 59 Seiten starke Gutachten (Download pdf) ist sehr lesenswert. Auf der Webseite des CCC heisst es: Chaos Computer Club veröffentlicht Stellungnahme zur Vorratsdatenspeicherung
CCC hat zu den Verfassungsbeschwerden gegen die Vorratsdatenspeicherung auf Wunsch des Bundesverfassungsgerichts eine Stellungnahme abgegeben. Auf vielfältige Nachfrage hin stellen wir sie hiermit gern der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Gutachten macht deutlich, wie einfach allein schon durch die Analyse der Verbindungs- und Standortdaten von Mobiltelefonen tiefe Einblicke in die Privatleben aller Telefonbenutzer möglich sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist ein Ausblick in die Zukunft, in der durch genauere Ortung und dichtere Nutzungsprofile die Auswertung der Vorratsdaten ein praktisch vollständiges Persönlichkeitsbild ergeben wird. Schon heute ist durch das Angebot nützlicher und bequemer Dienste permanente mobile Kommunikation Normalzustand für viele. "Durch die ungebremste Aufzeichnung der digitalen Spuren wird das Mobiltelefon mehr und mehr zu einer Ortungswanze, sofern dem speicherwütigen Staat nicht Einhalt geboten wird. Sollte die Vorratsdatenspeicherung vor Gericht Bestand haben, bedeutet das praktisch ein Ende der Freiheit, unbeobachtet und ungestört zu leben", sagte CCC-Sprecher Frank Rieger.
Siehe / höre auch den Netzpolitik-Podcast 080: Frank Rieger über die Vorratsdatenspeicherung

Lesetip linke Theorie: Anarchismus und Arbeiterbewegung

Mal wieder eine Leseempfehlung in Sachen linker Theorie, diesmal über Anarchismus und Arbeiterbewegung mit dem Titel "Schicksahlsrauschen der Emanzipation" von Felix Klopotek auf der Jungle World  Nr. 21/2009. Der Anarchismus kritisierte die alte Arbeiterbewegung von links – und teilte dabei ihre Schwächen. Der Artikel ist eine Antwort auf den ebenfalls lesenswerten Beitrag von Magnus Klaues "Wie sich Völker bilden"
Der Unterschied zwischen Marxisten und Anar chisten besteht nicht in der Differenz, dass die einen den Staat »aufheben«, die anderen ihn »abschaffen« wollen. Dazu haben sich Marx und Engels in der »Deutschen Ideologie« in aller Klarheit geäußert: Die »Proletarier (müssen), um persönlich zur Geltung zu kommen, ihre eigne bisherige Existenzbedingung, die zugleich die der ganzen bisherigen Gesellschaft ist, die Arbeit, aufheben. Sie befinden sich daher auch im direkten Gegensatz zu der Form, in der die Individuen der Gesellschaft sich bisher einen Gesamtausdruck gaben, zum Staat, und müssen den Staat stürzen, um ihre Persönlichkeit durchzusetzen.« Das ist Bakunin in Reinform...

Freiheit statt Angst - Bundesweite Demonstration am 12. September 2009

Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und  Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 werden sie unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" auf die Straße gehen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die  Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages "Freedom not Fear - Freiheit statt Angst", zu dem länderübergreifend Proteste gegen die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden.
Wann: 12. September 2009, 15 Uhr
Wo: Potsdamer Platz in Berlin
Hier der hübsche Trailer Freiheit statt Angst von Alexander Svensson. Weitere Informationen gibt es weiter unten oder auf der Seite des AK Vorratsdatenspeicherung: http://www.FreiheitStattAngst.de Freiheit statt Angst - der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.

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Mininova: "Filesharing wird es immer geben"

In Stockholm wurde am Freitag, dem 17. April 2009 das Urteil im Strafverfahren gegen die Betreiber des Torrent-Trackers »The Pirate Bay« verkündet. Neben einer Freiheitsstrafe von einem Jahr wurden die vier Angeklagten auch zu Schadensersatzzahlungen von insgesamt 2,75 Mio. EUR verurteilt. Sie kündigten an, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen.
Doch während bei internationalen Medienunternehmen die Sektkorken knallen, nehmen es die verurteilten Piraten ziemlich locker. Denn das Urteil vom Freitag ist nur ein weiterer Akt eines Schauspiels das sich wahrscheinlich noch über mehrere Jahre hinziehen wird. So gibt es auch zum Thema nicht nur schlechte Nachrichten und nicht nur Pessimisten. "Manche Unternehmen beginnen umzudenken und erkennen, dass der Kampf gegen Filesharing aussichtslos ist", sagt Erik Dubbelboer von Mininova, einer anderen sehr beliebten Torrent-Suchmaschine. Bei Futurezone gibt es ein schönes Interview mit ihm und Geschäftsführer Niek van der Maas über ihre Pläne mit lizenziertem Filesharing und ihre Beziehung zu The Pirate Bay. Futurezone: Mininova: "Filesharing wird es immer geben"
Kleine Presseschau zum Urteil gegen The Pirate Bay:

Chaosradio: "Internetsperren - von Laien regiert"

Unter dem Titel "Internetsperren - von Laien regiert" sendet das Chaosradio am 29.04.2009 um 22:00 Uhr eine spannende Diskussion mit Jakob Kranz (Moderation), Andreas Bogk und "Nibbler" vom Chaos Computer Club zum Thema Internetsperren. Auf der Seite das Chaosradio steht dazu:
Was im CR142 noch Theorie war, wird jetzt Realität: die größten Internetprovider haben den Vertrag über die Sperrung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten mit der Bundesregierung unterschrieben, das Kabinett hat eine entsprechende Gesetzesvorlage verabschiedet. Die Tinte ist noch nicht trocken, da werden Forderungen laut, die Sperren auch auf ausländische Glücksspielangebote und File-Sharing-Sites auszudehnen, und die Zugriffe auf die Sperrseiten zum Zweck der Strafverfolgung mitzuprotokollieren. Wir nehmen das zum Anlaß, erneut mit euch zu diskutieren: was charakterisiert den Unterschied zwischen einer aufgrund einer Grundrechtsabwägung für notwendig gehaltenen Sperre und verfassungswidriger Zensur? Wie gehen wir mit Politikern um, die das Medium, über das sie entscheiden, nur vom Hörensagen kennen? Können wir Politikern noch trauen, die Symbolpolitik für wichtiger als verfassungskonforme Gesetze halten, und sich bereits an ihre Versprechen von letzter Woche nicht mehr erinnern können?