Das ging schnell. Vor wenigen Stunden wurde das “Internet-Manifest” veröffentlicht und nach einiger Kritik an Inhalt, Form und Entstehung des Manifests stellte Markus Bekedahl den Text zur “kolaborativen Zusammenarbeit” ins Wiki von Netzpolitik.org
Das Wiki wurde sofort Zeit geentert und durch Vandalismus nach kurzer Zeit unbrauchbar. Das ist natürlich das Werk von Trollen und keine schöne Sache. Was sich hier freilich zeigt ist die Verärgerung einiger aus der deutschen Online / Blogger Community über die selbstherrliche Attitude mit welcher das Manifest von diesem Kreis von 15 “Alfabloggern” veröffentlicht wurde. Das sieht nämlich ganz so aus als spreche hier eine selbsternannte “Elite” im Namen der Community. Der zweite Grund des Ärgers ist jedoch der Inhalt. Die Thesen sind seicht, marktkonform und somit eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen statt einer radikalen Kritik.
Interessant ist auch, dass das Manifest international viel positive Resonanz bekommt wärden hierzulande fast nur bissige Kritik. In der Tat kann selbst eine so grandiose Veranstaltung wie die re:publica nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Blogger Community hierzulande mit viel Missgunst und Eifersüchteleien gegenseitig beobachtet. Lest selbst. Aus dem Wiki:
Internetversteher verstehen das Internet nicht
“Erwartungsgemäß scheint das mit der Manifest Weiterentwicklung in einem wiki nicht zu funktionieren. Zuviel Vandalismus. Schade.” Weil ihr Realitätsfern seid!
Wahre Geschichte Bruder!
Gestern hab ich ein Internet-Manifest erstellt. Das war nach ein paar Stunden schon schrott, weil irgendwie Kritik ins Manifest gekommen ist. Fand ich schon wunderlich, weil ich nur in Blognähe war. Kostete mich dann über 9000 Stunden Reperatur, weil Sascha Lobo dafür keine Garantie übernehmen wollte. Heute hab ich es zurückbekommen. Dann sofort der nächste Schaden: Das Manifest wird kaputtgeredet. Einfach so. Ohne Akzeptanz ist das Manifest aber weitgehend wertlos. Mal schauen, was Sascha Lobo dazu sagt und ob diesmal die Garantie wenigstens zieht. Ich ärgere mich nur, dass ich soviel Zeit in ein Internet-Manifest investiert habe, das innerhalb von Stunden zum zweiten Mal kaputtgeredet wird. Und ich mich jetzt wieder mit dem Sascha Lobo rumärgern darf. Nochmal bin ich nicht bereit, Zeit dafür zu investieren
Das Internet braucht keine selbstverliebten Medienhuren, die denken dass sie die “Generation Wikipedia” vertreten
キタ━━━━━━(゚∀゚)━━━━━━ !!!!!
Das Internet braucht kein Urheberrecht
Jeder darf Uhren aufheben!
Das Internet braucht kein neues Manifest, denn das gab es schon:
A Declaration of the Independence of Cyberspace by John Perry Barlow vom EFF
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