Nato: Der neue / alte Militarismus

Anfang April sieht die Nato den Feiern zum 60. Jahrestag ihrer Gründung entgegen. Gegen das Militärbündnis formiert sich , gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen ökonomischen Weltwirtschaftskrise immer mehr Kritik und Widerstand. Dann die Nato bekommt als Instrument zur Durchsetzung von Machtinteressen (Geopolitik) einiger weniger industrialisierter Staaten (in denen noch kapitalistische Normalität vorherrscht, im Gegensatz zu den vielen herausgefallenen Staaten, den Zonen permanenten Ausnahmezustands) in Zeiten der Krise eine neue Bedeutung. Gute Hintergrundartikel zu diesem Bedeutungswandel und der Neuorganisation der Welt.

Breite Front für eine neue NATO

Von Harald Neuber auf Telepolis

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in ihrer Regierungserklärung zum bevorstehenden NATO-Gipfel am 3. und 4. April in Baden-Baden, Strasbourg und Kehl für eine Reform des transatlantischen Militärbündnisses ausgesprochen.

Die NATO, trojanisches Pferd der Amerikaner?

Von Nathalie Roller auf Telepolis

Frankreich hatte 1966 unter General de Gaulle die Kommandostrukturen der Allianz verlassen. Präsident Sarkozy hat nun beschlossen, wieder Vollmitglied zu werden. Die Position Frankreichs in der NATO ist seit 43 Jahren nicht ganz klar: Zwar von Anfang an dabei, seit der Gründung der Allianz 1949, ist die Grande Nation seit der Entscheidung de Gaulles, seine Militärs aus den Führungspositionen abzuziehen, weder ganz drinnen noch ganz draußen. Der General gedachte mit diesem Schritt, die völlige Souveränität seines Landes wiederherzustellen, die er durch die permanente Präsenz von alliierten Soldaten auf französischem Boden und im Luftraum bedroht sah. Vor allem aber galt es zu verhindern, dass die französische nukleare Abschreckung unter ein US-dominiertes Oberkommando gerate. Der Vater der 5. Republik sah die NATOals “trojanisches Pferd der amerikanischen Interessen in Europa” an.

Und nun noch ein kleiner Ausflug in die Geschichte: Auf Global Voices gibt es einen interessanten Artikel der wiederum aus einer Reihe von Beiträgen zum 10 Jahrestag des Nato Bombenkrieges gegen Serbien beschäftigt. Serbia: Remembering NATO Bombing 10 Years Later

On March 24, 1999, NATO forces began attack on Serbia and Montenegro. The bombing went for 78 days. A few thousand people were killed, many buildings, bridges, railroads, roads and factories were destroyed. Also, many people still experience mental and psychic effects of the fear they had been through. Ten years later, Serbian bloggers are reminded of those terrible days. Below is a selection of some of their journal notes and recollections from the beginning of the war, translated from Serbian.

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