BKA überwacht BKA-Seitenbesucher

Es ist einfach kaum zu fassen! Mal ehrlich – ich finde Leute die sich freiwillig die Seiten des BKA ansehen ja auch etwas suspekt (ok – Journalisten und andere müssen das ja beruflich tun), aber dass das BKA es anscheinend spannend findet gerade die Leute zu überwachen die die Seite des BKA besuchen erreicht eine bestimmte Absurdität die eigentlich lustig wäre, wäre es nicht so traurig.

Nun darf das BKA die Leute die sich für Seiten des BKA interessieren nicht mehr überwachen. Och! ist ja gemein! Doch wer glaubt schon daran, dass die sich daran halten würden? Hier ein paar Stimmen dazu:

BKA-Honeypot www.bka.de

Die Homepage des Bundeskriminalamts hat den Kriminalisten als Honeypot gedient, um Mitglieder der “militanten gruppe” (mg) identifizieren zu können. Dies wurde im Rahmen eines Berliner Prozesses bekannt, der gegen drei Personen geführt wird, die der versuchten Brandstiftung von Bundeswehrfahrzeugen angeklagt sind. Mit der Aufdeckung des Sachverhaltes werden die Hintergründe der kürzlich gestoppten Homepageüberwachung des BKA sichtbar.

Innenministerium stoppt Überwachung der BKA-Seite

Das Bundesinnenministerium hat die Überwachung von Verbindungsdaten auf der Homepage des Bundeskriminalamts (BKA) untersagt, weil es sie für einen schwerwiegenden “Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung” hält. Das berichtet Der Spiegel in seiner kommenden Ausgabe. Demnach wurden die IP-Adressen von Nutzern, die mehrmals auf ausgewählte Fahndungsseiten klickten, seit 2001 gespeichert und ausgewertet. Das BKA versprach sich offenbar Hinweise auf gesuchte Straftäter.

Und auf dem Blog Annalist kann man dazu lesen:

Mal wieder: BKA soll keine IP-Adressen auswerten

Da wäre der Honigeimer, der 2001 aufgestellt wurde, weil alle, die sich für Honig interessieren, ja sicher auch gern selber welchen machen. Das BKA hatte alle BesucherInnen der eigenen Seite über die militante gruppe (mg)gespeichert und ihre Daten überprüft. Angeblich, um die Mitglieder der mg zu finden. Durften sie aber auch nicht und hätten es angeblich dann gelassen.

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