Digitale Idenitäten

Zum Thema digitale Identitäten und den konzeptuellen und technischen Problemen und Fragestellungen, die sich daraus ergeben hier der Hinweis auf Studie, Buch und Vortrag von Stephan Humer:

Die Studie: Digitale Identitäten

Das Digitale breitet sich aus, es wird digitalisiert, was digitalisierbar ist – auch die eigene Identität bleibt davon nicht verschont. Damit kommt schnell die übergeordnete Frage auf, wie digital unsere Identität mittlerweile geworden ist. Warum ist sie in vielen Bereichen überhaupt digital geworden? Und wer hat die Kontrolle?

Das Buch gibt es hier: Der Kern digitalen Handelns im Spannungsfeld von Imagination und Realität. Den Vortrag hat Stephan Humer auf dem IdentityCamp Bremen im Juni 2008 gehalten.

Der Vortrag: Die Digitale Identität – eine Bestandsaufnahme

Auf dem IdentityCamp in Bremen wird ein Vortrag zum Thema “Digitale Identitäten” angeboten werden. Er wird sich nicht nur mit der hier aufgeführten Studie beschäftigen, sondern auch die Entwicklung seit Abschluß der Studie beleuchten und zur weitergehenden Diskussion anregen. Denn die Frage ist und bleibt, ob und wie den Menschen ihre digitale Identität bewußt ist und wie sie (in Zukunft) damit umgehen (werden).

Die Geschichte der Identität

Selbstverständlich wird es in einem einzelnen Vortrag nicht möglich sein, sämtliche dokumentierten wissenschaftlichen Gedanken zur Geschichte der Identität zu diskutieren. Damit eine Ausrichtung erkennbar und eine Vorbereitung möglich ist, folgen hier ein paar Stichpunkte, die auch im Vortrag eine Rolle spielen werden:

- Die Rolle der technischen Identität
- Die Rolle der Komplexität von Identität
- Die Rolle der Digitalisierung
- Objektive Notwendigkeiten im Rahmen von Identitätsarbeit
- Die Machbarkeit empirischer Überprüfungen
- Die Konstruktion digitaler Identität: Teilidentitäten, Kohärenz, etc.
- Die Rolle von Hacken und Cracken
- Chats und Spiele als Mittel der Identitätsarbeit
- Die unabdingbare Berücksichtigung von Datenschutz und Datensicherheit

Fälle aus der (Forschungs-)Praxis

Es wird zusätzlich zahlreiche Beispiele aus der Forschungspraxis geben, welche allesamt im Zusammenhang mit Identität und Identitätsarbeit betrachtet werden. Um nur ein paar zu nennen:

- Vorratsdatenspeicherung
- Biometrie
- RFID
- Überwachungsmischformen (Beispiel: “Raubkopierer” und Tauschbörsen)
- Mitarbeiterkontrolle (Stichwort: Lidl)
- Analyse des Shoppingverhaltens
- Computerforensik als identitätsarbeitsrelevantes Forschungsfeld
- “Killerspiele”
- Chatrooms
- Phishing
- Sozialverhalten

Digitale Identität – mehr als nur eine technische Herausforderung?

Außerdem gab es vor etwa einem Jahr eine sehr gute Chaos Radio Sendung zum Thema: Digitale Identitäten – Anonymität, Pseudonymität und der neue Trend zur uneingeschränkten Offenheit.

Das es im Zusammenhang mit digitalen Identitäten sowohl konzeptuelle als auch technische Probleme gibt, haben hierzulande übrigens auch schon die Bundesregerung und die Bitkom bemerkt.

Und wenn wir schon beim Theam sind hier nochder Hinweis auf das gleichnamige Buch von Phil Windley: Digital Identity

http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_identity

Related posts:

  1. Digitale Revolution und Sprache Die Jungle World hat in der aktuellen Ausgabe ein Themenspezial...
  2. “AG Digitale Demokratie” gegründet Am Donnerstag den 16.04 wurde im Haus der Demokratie in...
  3. Termin: Einladung zur Gründung der AG Digitale Demokratie [ April 16, 2009; 18:00 to 20:30. ] Die Arbeitsgemeinschaft...
  4. Digitale Selbstverteidigung: Security in-a-Box Ein weiterer Artikel zum Thema digitale Selbstverteidigung: Lorenz stellt auf...
  5. Das neue Netz: Wandel von Öffentlichkeit und Privatsphäre? Der dritte und letzte Tag der re:publica 09 beginnt mit...

This entry was posted in Digitalkultur, Kulturkritik and tagged , , . Bookmark the permalink. Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>